Ich wollte immer schon mal eine kleine Serie über die von mir bisher gefahrenen Motorräder schreiben. Bei einem Bericht über die Yamaha Vmax ist mir eingefallen, dass ich in jungen Jahren die kleine Schwester der Vmax für ein paar Wochen mein eigen nennen konnte. Die »große« Vmax war ein unglaublich brutales Motorrad, dass mit ihren 1200ccm und 145 PS derart heftig zur Sache ging, dass, wenn man zu viel Gas gab, man sich bestenfalls auf der Rücksitzbank wiederbefand, schlechtesten Falls einen Abgang nach hinten machte. Die kleinere Fazer stand der Vmax allerdings in nichts nach. Sie war nicht ganz so brutal, verzieh aber auch keinen unbedachten Dreh am Gasgriff.
Yamaha FZX 750 – Die „kleine V-Max“ aus den 1980ern
Die Yamaha FZX 750, wie sie richtig hieß, war ein von 1985/86 bis in die späten 1980er/1990er Jahre gebautes Naked Bike, das Yamaha als optisch aggressives, alltagstaugliches „Power-Cruiser“-Motorrad positionierte. Wegen ihrer martialischen Optik und deutlicher Anleihen beim Design der Yamaha Vmax – markante Lufteinlässe am Tank, Stufensitz, verchromte Auspuffe – erhielt sie schnell den Beinamen „kleine Vmax“.

Technik und Daten
Ich hatte die »kleine Vmax« nicht lange. Die Yamaha FZX 750 war ein reines Showbike. Sie war auch kaum auf der Straße zu halten, ähnlich wie die Vmax reagierte sie auf unbeherztes Gas geben mit einem brutalen Schub nach vorne, bzw. mit dem Anheben des Vorderrads in die Luft 😉
Hinzu kamen die enormen Kosten für Inspektion und Verschleiß. Wenn man nicht aufpasste, war der Hinterradreifen innerhalb weniger Wochen blank.
